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Seit wann
werden Laser eingesetzt?
Laser gibt es
bereits seit über 30 Jahren in der Zahnheilkunde. Bereits 1964
wurden erste Experimente mit Lasern an Schmelz und Dentin
durchgeführt. Heute ist die Technik so weit ausgereift, dass
in einer modernen und guten Zahnheilkunde nicht länger auf den
Laser verzichtet werden kann. Allerdings ist Laser noch nicht gleich
Laser.
Anwendungsgebiete
und Vorteile der Laserbehandlung:
Allgemeine
Vorteile:
- Bessere
Wundheilung bei Zahnentfernung
- Schmerzlinderung
bei Operation
- Heilend bei Fieberblasen, Aphten,
Prothesendruckstellen
Endodontie
(Wurzelkanalbehandlungen):
-
Möglichkeit des Wurzellumen zu sterilisieren und die
Seitenkanälchen abzudichten
- Zähne die sonst oftmals erfolglos behandelt wurden, lassen
sich damit evt. retten
Parodontologie:
- Erleichterung
die Taschen zu reinigen
- Sterilisation der Wurzeltaschen möglich
- Schmerzlindernd bei Kiefergelenkserkrankungen
- Schmerzlindernd bei Nervenentzündungen
Photodynamische Therapie:
- Aus dem
Farbstoff Toluidin Blau werden mittels Laserbestrahlung
Sauerstoffradikale freigesetzt und aktiviert, die dann zu einer
Keimreduktion bzw. Bakterienvernichtung führen
Tödliches Licht
Photodynamische Therapie tötet bakterielle Erreger von
Parodontose.
Durch eine Bestrahlung mit Licht lassen sich Bakterien
abtöten, die Parodontose verursachen.
Das zeigen erste Laborversuche von Jenaer Forschern. Die Energie des
Lichts löst in einer lichtempfindlichen Substanz Reaktionen
aus, die schließlich die Bakterien abtöten. Die
Forscher hoffen, mit dem Verfahren eine Alternative zur Behandlung mit
Antibiotika entwickeln zu konnen. Im Fachmagazin Journal of
Periodontology (Bd. 75, S. 1343) berichten die Wissenschaftler
über ihre Ergebnisse.
Die Forscher um Bernd Sigusch von der Friedrich-Schiller-Universitat in
Jena hatten die so genannte Photodynamische Therapie auf drei
verschiedene Bakterienstamme angewandt, die Parodontose verursachen.
Dazu behandelten die Wissenschaftler die Mikroben zunächst mit
einer lichtempfindlichen Substanz und bestrahlten sie dann mit
Laserlicht, was die für die Erreger tödliche Reaktion
auslöste. Krankheitserreger der Parodontose, die
völlig ohne Sauerstoff leben, lassen sich mit dem Verfahren
vollständig unterdrücken.
Bei Bakterien, die je nach Angebot mit oder ohne Sauerstoff auskommen,
war die Behandlung nicht ganz so erfolgreich.
Auch wenn die Studie noch in einer frühen Phase ist,
könnte das Verfahren doch eine Alternative zu konventionellen
Therapien bei der Behandlung von Erkrankungen des Zahnfleischs werden,
kommentiert Michael Rethmann, Präsident der Amerikanischen
Akademie für Parodontologie, die Ergebnisse. Das sei besonders
deshalb interessant, weil immer mehr Erreger gegen Antibiotika
resistent werden.
Bakterien in der Schwangerschaft
Zahnfleischentzündungen sind möglicherweise ein
unterschätzter Risikofaktor für
Frühgeburten: Eine bestimmte Art Bakterien, die
häufig zu Wurzelhaut- und anderen Entzündungen in der
Mundhohle führt, löst bei Mausen Früh- und
sogar Totgeburten aus, haben amerikanische Forscher entdeckt.
Gelangen die Mikroben ins Blut, befallen sie ausschließlich
die Plazenta und das Fruchtwasser der schwangeren Nager. Auch beim
Menschen gibt es deutliche Hinweise auf einen ähnlichen
Mechanismus, berichtet Yiping Han von der
Case-Western-Reserve-Universität in Cleveland und ihre
Kollegen in der Fachzeitschrift Infection and Immunity (Bd. 72, 5.
2272).
Die Bakterien vom Typ Fusobacterium nucleatum besiedeln auch bei
gesunden Menschen die Mundhöhle. Durch kleine Wunden oder
Risse im Zahnfleisch können sie schmerzhafte Zahnfleisch- und
Wurzelhautentzündungen verursachen.
Bereits in früheren Studien waren die gleichen Bakterien auch
im Fruchtwasser und Plazenta von Frauen gefunden worden, die eine
Frühgeburt erlitten hatten. Um zu prüfen, ob die
Mikroben tatsachlich die verfrühten Geburten verursacht
hatten, spritzten Han und ihre Kollegen schwangeren Mausen die aus dem
Gewebe der Frauen isolierten Bakterien. Die Folgen waren verheerend:
Die Mause hatten Frühgeburten, einige gebaren nur toten
Nachwuchs und bei wieder anderen starben die Nachkommen kurz nach der
Geburt.
Bei einer genaueren Untersuchung entdeckten die Forscher, dass sich die
Bakterien nur innerhalb der Gebarmutter befanden und in keinem anderen
Organ nachgewiesen werden konnten. Offensichtlich können die
Bakterien bei Entzündungen aus der Mundhöhle in die
Blutbahn gelangen, folgern die Forscher. So werden sie zur Gebarmutter
transportiert, wo sie von den Blutgefäßen aus das
Gewebe durchdringen und so das Fruchtwasser erreichen.
Obwohl diese Ergebnisse noch in weiteren Studien bestätigt
werden müssen, empfiehlt Yiping Han schwangern Frauen,
verstärkt auf ihre Mundhygiene zu achten.
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